08. Oktober 2017

Harlinger vom 25.09.2017 Entsetzen über AfD- Ergebnis

Das Entsetzen über das Wahlergebnis bezog sich anscheinend nur auf das Abschneiden der AfD im Bund. Umso geringer war das Entsetzen im Wahlkreis 26, im Landkreis Wittmund und in Esens. Kaum eine Reaktion der etablierten Parteien, bewegte sich die AfD doch weit unter dem Bundesdurchschnitt, also nicht erwähnenswert, oder? Mit den unterstützenden Auftritten ihrer Parteigrößen und deren demagogischen Reden erhielten sie in Esens fast 8% der Stimmen. Im Landkreis fast 9%, in der Stadt Wittmund und im Wahlkreis 26 sogar über 9% der Stimmen. Ist es da nicht auch notwendig, zum anstehenden Landtagswahlkampf gegen diese Partei aufzustehen? Wir sagen ja und wollen ein Zeichen setzten.

Auch acht Prozent für die AfD sind zu viel!

Bei der Überlegung über die AfD steht unserer Meinung nach die Frage, was diese Partei vorzuweisen hat. Dazu stellen wir fest, dass sie weder für Wirtschafts- /Finanzpolitik noch für eine Klima-/ Energiepolitik, auch nicht für eine humane Sozialpolitik irgendein Sachprogramm anzubieten hat. Die gesamte Bewegung basiert auf Ausgrenzung ohne konstruktive Ansätze. Die AfD stützt sich ausschließlich auf eine Aufzählung von Positionen gegen Europa, gegen Flüchtlinge, gegen Politiker, gegen die Presse usw., und sammelt die dafür anfälligen Wählerschichten, die ihnen durch antieuropäische, ja völkische und auch teilweise rassistische Reden auf den Leim gehen.

Wir teilen die Meinung von Prof. Dr. Ernst Ulrich Michael Freiherr von Weizsäcker, der in einem Interview mit Prof. Harald Lesch erklärte, dass die AfD und ihre Wähler geleitet sind „von Blindheit, Ängsten und Dummheit. Es ist im Wesentlichen eine Gruppe von Neinsagern“.   (Quelle: Harald Lesch, Klaus Kamphausen: Zum Stand der Dinge, Komplett Media) 

Trotz offenkundiger Nazi- Nähe unterscheidet sich die AfD von den Nazimethoden der NS-Zeit, woraus sich „ironischer Weise eine Hoffnung“ ableiten lässt. Die Nazis waren „keine Gruppe von Neinsagern, sondern eine in der falschen Richtung schlagkräftige, ja kriminelle Gruppe von Jasagern. Das kann Mehrheiten bringen, wenngleich schreckliche“.

„Neinsager können per definitionem keine Mehrheiten bekommen. Sie wissen weder wie Straßenbau funktioniert, noch wie Universitäten verwaltet werden oder die Wirtschaft funktioniert. Sie wissen nur, dass sie gegen Fremde sind. So macht man keine Politik“, so von Weizsäcker weiter.                                                                         

Es haben sich bei der Bundestagswahl über 90% der Esenser gegen die AfD entschieden.

Wir hoffen durch unseren Beitrag, dass sich dieser Prozentsatz noch erhöht.